Chronik

1950 ist das Gründungsjahr des Tambourcorps „Rheinklänge“ Düsseldorf-Lohausen 1950

Der bei uns allen unvergessene Otto Pannenbecker war es, der beim Schützenfest 1950 einige junge Männer aus Lohausen von seinem Plan begeistern konnte, einen Spielmannszug ins Leben zu rufen, dessen Zielsetzung es ist, die Ideale der Bruderschaft „Glaube, Sitte und Heimat“ zu pflegen, durch eigenes Spiel Festzüge zu verschönern und durch geselliges Beisammensein dem Gemeinschaftswesen in der Bruderschaft neue Impulse zu geben. Seine Idee fand ein begeisterndes Echo. Schnell schlossen sich noch weitere, insbesondere Jugendliche der Gruppe an und am 8.9.1950 erfolgte die offizielle Aufnahme des Tambourcorps in die Bruderschaft. Stabführung und Vorsitz wurden von Otto Pannenbecker übernommen. Unter seiner Führung und Ausbildung und mit der großen Unterstützung der gesamten Bruderschaft ging der Aufbau schnell vonstatten. Durch klangvolles Spiel und beachtliche Disziplin machte sich das Tambourcorps schon bald einen guten Namen und wurde von viele Bruderschaften der Interessengemeinschaft verpflichtet. So auch in Düsseldorf-Stadtmitte und viele Jahre in Osterrath. Leider musste Otto Pannenbecker seine Aktivitäten aus gesundheitlichen Gründen zum Ende der 50er Jahre einschränken, die Stabführung übernahm Dieter Hoster und den Vorsitz übernahm der spätere 2.Chef unserer Bruderschaft Karl Heinz Hochheuser der schon ab 1952 für die Geschäftsführung im Verein zuständig war. Doch in den folgenden Jahren schrumpfte die Mitgliederzahl immer mehr und die Leistungen ließen spürbar nach. Erst nachdem Hubert Santen (Mitgründer) die Stabführung übernahm und Otto Pannenbecker sich als 1.Vorsitzender und Ehren-Tambourmajor wieder zur Verfügung stellte, konnte diese Misere überwunden werden. Einen wesendlichen Beitrag zur Gesundung leisteten unsere 11Schill`schen Offiziere. Sie hatten ein Schüler- Tambourcorps gegründet, aus dem einige ausgebildete Jugendliche in unser Corps eingegliedert werden konnten. Den Kameraden der 11Schill`schen Offiziere können wir dafür nur danken. Otto Pannenbecker verstarb 1971. Nach seinem Tode wurde der Vorsitz von Hans-Günther Schäfer eingenommen. Seinem Bemühen in Übereinstimmung mit Hubert Santen und dem übrigen Vereinsvorstand, ist es zu verdanken, dass es mit dem Verein in den 70er Jahren wieder steil nach oben ging. 1975 konnte erfolgreich unser 25 jähriges Vereinsjubiläum in der alten Messe gefeiert werde. Stargast u.a. der unvergessene Schlagertroubadour Rene Carol. Unser Jubiläumskönig Toni Korb stiftete die Vereinsstandarte, die in vielen Jahren die Aufmerksamkeit auf sich zog, der Grund waren drei hübsche junge Mädels, die als unsere Fahnenoffiziere dem Corps voranschritten. Bis heute dürfte das im Spielmannswesen wohl einmalig sein.

Als dann 1976 der wohl beste Ausbilder für Spielmannszüge Köbes Zimmermann verpflichtet werden konnte, wurde in musikalischer bzw. spielerischer Hinsicht der größte Schritt nach vorne gemacht. Ein neues Repertoire wurde erarbeitet und durch Köbes Zimmermanns moderne Arrangements, aber vor allem durch seine Arbeit konnte ein musikalisches Niveau erreicht werden, dass nur wenige Spielmannszüge in unserer Stadt erreichen. Als Bestätigung dieses Erfolges produzierte Köbes Zimmermann mit dem Tambourcorps 1978 eine Langspielplatte, die bei Kennern dieser Musik starke Beachtung fand.

1978 errang mit Hajo Böddecker erstmals ein Mitglied des Tambourcorps die Regimentskönigswürde unserer Bruderschaft.

Als Hans-Günther Schäfer 1979 das Tambourcorps verließ und mit seinem Bruder Manfred und vielen passiven Tambourcorpsmitgliedern die Luis Trenker Kompanie gründete, übernahm Horst Dworak den Vorsitz des Vereins, den er bis Ende 2000 inne hat. Das Jahr 2000 war ein Jahr der Erneuerung. Unser langjähriger Vorsitzender Horst Dworak, danke nach über 29 Jahren als 1.Vorsitzender des Tambourcorps ab und Oliver Santen übernahm das Ruder. Mit Horst Dworak gaben auch Ernst Walters und Werner Pannenbecker ihre Vorstandsämter an jüngere Mitglieder ab.

In allen Jahren, wurde viel Wert auf die Arbeit mit jungen Leuten gelegt. Einige Mitglieder denken heute sicher noch dankbar an den ersten Jugendwart Walter Ebner zurück, der sie ausbildete, aber auch so manchen Schein aus der Jugendkasse zusteckte damit das knappe Sonntagsgeld nicht ausschließlich beim Tambourcorps draufging. Heute bekleidet Michael Müller dieses Amt und handelt ganz so wie es Walter Ebner in den 80er Jahren begonnen hat.

15 Jahre nach unserem ersten Protektor Franz Lenze konnte 1983 mit dem Bundestagsabgeordneten Professor Wolfgang Schulhoff, wieder ein Protektor für unser Tambourcorps gewonnen werden. Bis heute hat sich unser Protektor für die Belange unseres Vereins eingesetzt und uns in jeglicher Form unterstützt. Dafür möchten wir uns bedanken.

Wenn wir an 1983 denken, erinnern wir uns sicher noch gerne an unseren ersten großen Vereinsausflug nach Mallorca. War es doch für viele die erste Flugreise überhaupt. Mit dem damaligen 1. Chef Hans Feilen und dem damaligen Regimentskönig Joachim Klucke als Begleitung konnte ja nicht passieren. Am 30. April war es dann endlich so weit. War das eine Verabschiedung. Die Spitze unserer Bruderschaft mit Protektor Graf Ferdinand von Westerhold dem 2.Chef K. H. Hochheuser und weiterer Vorstandsmitglieder, sowie der örtlichen Presse verabschiedeten uns mit kleinen Geschenken, die uns den Mallorcaaufenthalt verschönern sollten.

Obwohl wir hiernach noch viele Reisen insbesondere nach Mallorca unternommen haben, wird diese erste Reise unvergesslich bleiben.

Unvergesslich bleiben sicher auch die vielen Feste und Krönungsbälle, die wir gemeinsam feiern konnten. Insbesondere die Oktoberfeste die seit 1984 steigenden Anklang finden und am 30. September 2000 beim großen Jubiläumsoktoberfest ihren Höhepunkt fand.

In unserem Jubiläumsjahr 2000, errang Andreas Förster als zweites aktives Mitglied unseres Tambourcorps, die Regimentskönigswürde.

Seit Januar 2002 stellt das Tambourcorps „Rheinklänge“ Düsseldorf-Lohausen 1950 erstmals in der Geschichte der St Seb. Schützenbruderschaft Lohausen 1849 e.V. offiziell den Oberst der Bruderschaft.

Über 50 Jahre Vereinsgeschichte bietet unendlich viel über das man in einer Chronik berichten könnte.

Über 50 Jahre Tambourcorps „Rheinklänge“ Lohausen, wäre ohne die zahlreichen Menschen die unterstützend hinter den Kulissen für das Wohlergehen des Vereins sorgen, nicht denkbar. Ihnen gilt unser besonderer Dank.



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40474 Düsseldorf

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1. Geschäftsführer
Werner Pannenbecker

Adresse:
Lohauser Dorfstr. 8
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Telefon: 0211/4542149

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